Gesundheit und Krankheiten beim Bully

Von allen Bulldoggenarten gilt die Französische Bulldogge als die robusteste und gesündeste.

Häufig vorkommende Krankheiten dieser Hunderasse sind Entzündungen in den Ohren oder an den Augen, da diese doch sehr offen liegen. Es ist daher nötig, diese Stellen regelmäßig zu säubern.

Weiterhin besitzen die Bullys zumeist einen sehr empfindlichen Magen, was zu Magen-Darm-Krankheiten führen kann. Hier ist äußerste Vorsicht geboten, da diese Krankheit ebenfalls auf das eh schon durch die Zucht sehr angreifbare Herz-Kreislauf-System übergreift.

Zum empfindlichen Magen kommt noch die Neigung an Blähungen zu leiden.

Durch die sehr kurze Nase und dem dünnen Fell sollte diese Rasse nicht zu lange bei warmen Temperaturen in der brennenden Sonne stehen. Dies kann sonst zu starken Atemproblemen führen. In der Regel meidet die Dogge allerdings von sich aus schon die Sonne. Dies sollte auch vom Halter akzeptiert werden.

Überhaupt sind Temperaturextreme nichts für den Bully. Ebenso wie starke Hitze sollte extreme Kälte gemieden werden.

Wegen der kurzen Nase neigt der Bully übrigens auch zum Schnarchen.

Hecheln bei Hitze

Wenn es der Französische Bulldogge zu warm wird, bekommt er vor allem unter Belastung Probleme mit dem Wärmeausgleich. Das äußerst sich durch verstärktes Hecheln, die Art der Hunde zu schwitzen. In diesem Fall ist es absolut wichtig, dass für den Bully ausreichend Wasser zum Trinken und möglichst noch ein schattiges Plätzchen zum Abkühlen bereit steht.

Knieprobleme beim Bully

Es gibt auch Französische Bulldoggen, die Probleme mit den Knien haben und Zar mit der Patella, Kniescheibe. Die Patella bleibt dann wohl nicht dort, wo sie sein soltle, sondern drückt nach außen oder nach innen. Das kann die Folgen von Verletzungen aber auch eine angeborene Missbildung sein. Patella-Luxation kann an einem oder sogar na zwei Beinen auftreten, beim Bully sind davon die Hinterbeine betroffen.

Rücken und Wirbelsäule

Außerdem hat die französische Bulldogge wohl auch Probleme mit Rücken und Wirbelsäule. Das hängt wohl auch mit ihrem Zwergwuchs zusammen. Inzwischen sind die Züchter wohl übergegangen, ihre Zuchthunde vorab auf Wirbelsäulenanomalien zu untersuchen, und mit betroffenen Tieren nicht weiterzuzüchten. Und so wurde im Oktober 2010 auch die Britisch-Französische Bulldoggen Gesundheitsschma ins Leben gerufen. Es gibt ein mehrstufiges System, Ziel ist es wohl, die Gesundheit der Rasse zu erhalten.

Augen Französische Bulldogge

Französische Bulldoggen haben zudem eine Tendenz zu Augenproblemen. Glaucom (Grüner Star), Netzhautfalte, Dysplasie der Netzhaut, Hornhautgeschwüre und Katarakt (Grauer Star) können auftreten. Auch hier versucht man wohl mit entsprechenden Tests bei der Zucht das Aufkommen von typischen Augenerkrankungen zu vermindern. Selbst kann man auch etwas tun, so sollte die Hautfalten unter den Augen der Französischen Bulldogge regelmäßig gereinigt werden und es gilt Zugluft zu vermeiden.

Zugluft

Da die Augen der Französischen Bulldogge sehr anfällig sind, sollte Zugluft vermieden werden. Es droht ansonsten eine Bindehautentzündung.

Französische Bulldogge im Flugzeug

Wegen ihrer kurzen Nase und der Neigung dieser Rasse an Brachyzephalie zu leiden, gibt es einige Fluggesellschaften, die sich weigern, die Französische Bulldogge zu befördern. Von diesem Transportverbot sind Hunde mit Stupsnasen betroffen. Es sind wohl bereits einige Hunde mit solcher Nase bei einem Flug verstorben. Und mit mehr als acht Kilogramm müsste der Bully ja in den stressigen Laderaum und dürfte nicht bei Herrchen und Frauchen mit in der Kabine sitzen.

Hautfalten in Gesicht und Hals

Die Hautfalten in Gesicht und am Hals der Franz. Bulldogge sollten regelmäßig mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Es drohen sonst Entzündungen.

Fortpflanzung Französische Bulldogge

Es gibt wohl ein Problem, die Fortpflanzung auf natürlichen Wege zu erreichen. Die Bully Rüden haben wohl recht schmale Hüften und sind damit wohl nicht in der Lage ein Weibchen zu schwängern. 80 Prozent der Schwangerschaften kommen daher wohl durch künstliche Befruchtung zu Stande. Und die Weibchen haben Probleme mit der Geburt, Kaiserschnitte sind gar nicht so selten. Schließlich trifft ein übergroß gezüchteter Kopf auf ein schmal gezüchtetes Becken. Da Zuchthündinnen dann auch noch richtig teuer sind, wird eben schnell ein Kaiserschnitt gemacht, um das Leben der Hündin nicht zu gefährden. Dadurch greift aber die, so hart es klingt, natürliche Selektion nicht mehr, und der große Kopf wird mehr und mehr zum Standard. Es ist wohl nicht verwunderlich, dass gerade Bully-Liebhaber und Züchter der Französischen Bulldogge sich mit ziemlich vielen Kritikern auseinandersetzen müssen und oft auch das Wort Qualzucht fällt.
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