Französische Bulldogge

Die französische Bulldogge gehört zu den Hunderassen, die an Beliebtheit in Deutschland durchaus zunehmen. Das liegt wohl an ihrer verspielten aber dennoch sehr liebevollen und vorsichtigen Art und an ihrer kompakten Größe. Damit ist die französische Bulldogge ein ausgezeichneter Begleithund, der auch als Familienhund eine tolle Figur macht.

Bully als Familienhund

Französische Bulldogge Power x 3
Französische Bulldogge Power x 3
Denn der Bully ist nicht nur süß und intelligent, nein, er gilt auch als höchst loyal und er passt sich dem Lebensstil seines Halters an. Als Haustier ist der Bully sowohl für Familien, aber auch Alleinstehende und auch Senioren gleichermaßen geeignet. Nur gerne mit dem Flugzeug verreisen sollte man nicht, zumindest nicht, wenn man ihn mitnehmen wollte, denn die eine oder andere Fluglinie nimmt die Französische Bulldogge nicht mit.

Die Französische Bulldogge kann sowohl mit älteren Menschen als auch mit Kindern äußerst behutsam umgehen.

Die französische Bulldogge gehört zu den kleinen Hunderassen. Auffällig an der französischen Bulldogge sind auf dem ersten Blick ihr fast quadratischer Kopf und ihre abstehenden Ohren, die an eine Fledermaus erinnern.

Aussehen französischen Bulldogge

Die französische Bulldogge kann man als kompakt und muskulös beschreiben. Riesig sind sie nicht, im Regelfall werden diese Hunde nur bis zu 40 Zentimeter hoch und wiegen dann bis zu 14 Kilogramm. Ihr Gewicht wird allgemein mit sieben bis 14 Kilogramm angegeben. Am auffälligsten sind an der französischen Bulldogge wohl ihre Fledermausohren. Daneben stechen aber auch ihre kurze Schnauze, ihr quadratisch anmutender Schädel aber auch ihre kurze Rute ins Auge. Anders als bei der englischen Bulldogge sind die Zähne bei der französischen Bulldogge nicht zu sehen. Zugleich ist der French Bully viel sportlicher als die englische Dogge und kann trotz der zurückliegende Nase viel besser atmen.

Farben französische Bulldogge

Vom Aussehen her gibt es die französische Bulldogge in verschiedenen Varianten. Die erlaubten Fellfarben der französischen Bulldogge sind fauve (falbfarben), gestromt oder gescheckt. Zumeist tritt die Bulldogge in schwarz mit weißen Flecken oder in einem braunen Fell auf. Das Fell ist zudem – bei ordentlicher Ernährung – glänzend und weich.

Auslauf oder Wie viel muss ein Bully Gassi gehen?

Gassi gehen mit der französischen Bulldogge
Auch die französische Bulldogge geht gerne Gassi. Zwar nicht immer, schon gar nicht bei großer Kälte oder Hitze, aber Ausgehen ist Pflicht.
Der französischen Bulldogge haftet irgendwie der Ruf an, nicht so viel Bewegung zu brauchen. Und so gibt es Halterinnen und Halter dieser schönen Tiere, die ihren Hunden mit dem Verweis auf das Grundstück (was aber im bekannten Fall auch nicht groß ist) den Auslauf verwehren. Aber jeder Hund freut sich übers Gassi gehen, da ist die französische Bulldogge keine Ausnahme, auch wenn sie manchmal etwas kurzatmig daher kommt. Im Sommer sollte man daher sicherlich keine Gewaltmärsche in der Mittagshitze unternehmen, aber in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend sind auch dann Spaziergänge eine willkommene Abwechslung. Französische Bulldogge Auslauf.

Geschichte der Französischen Bulldogge

Französische und englische Bulldogge im Vergleich
Die englische Bulldogge ist ein Vorfahr der französischen Bulldogge.
Der Ursprung der französischen Bulldogge liegt England. So stammt die französische Bulldogge von der englischen Bulldogge ab, welche für Kämpfe gegen Bullen in der damaligen Zeit gezüchtet wurden. Aus diesem Grund sitzt in den Köpfen der Menschen oft noch der Gedanke fest, dass die französische Bulldogge ein Kampfhund sei. Dies ist aber keinesfalls wahr! Die Vorgeschichte als Kampfhund kann allerdings nicht geleugnet werden.

Im Jahre 1802 wurde durch das Verbot der Rinderhatz, Kämpfe zwischen dem Stier und der Bulldogge verboten. Leider fanden danach noch mehrere Jahre unter den Bulldoggen selbst Kämpfe statt, welche bis über das Jahr 1835 hinaus reichten. Durch die englischen Handwerker, welche durch die Industrialisierung nach Frankreich geschickt wurden, gelang die englische Bulldogge damals auch nach Frankreich, wo die heutige liebevolle französische Bulldogge gezüchtet wurde.

Die Anerkennung als eigene Hunderasse erfolgte in Frankreich im Jahre 1898.

Wesen und Temperament der Französischen Bulldogge heute

Die französische Bulldogge ist ein sehr liebevoller und vertrauensvoller Hund. Am liebsten möchte dieser Hund immer mit seinem Halter kuscheln und die Nähe genießen. Zudem sind die Hunde sehr sensibel, und sie gelten als zickig.

Wenn sich dieser Hund erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann wird auch solange gezickt bis man seinen Willen bekommt. Am besten ist es, wenn man als Halter noch sturer ist.

Die meisten Menschen denken, dass eine französische Bulldogge kaum beschäftigt werden möchte, bzw. wenig Auslauf benötigt. Dies ist aber grundlegend falsch. Dieser Hund liebt lange Spaziergänge, Spiele mit dem Ball oder kann auch beim Joggen mitgenommen werden.

Natürlich besitzt diese Hunderasse nicht so viel Ausdauer, wie ein Jack Russel Terrier, aber sie möchten trotzdem gefordert werden.

Am wohlsten fühlt sich diese Hunderasse im Familienleben, wo ständig etwas Neues passiert. Sie genießt dabei die Gesellschaft sehr und wirkt wie ein kleines Kind, welches ständig Aufmerksamkeit haben möchte. Für Menschen welche zum Einschlafen Ruhe benötigen, ist die französische Bulldogge nicht geeignet, da sie zum lauten Schnarchen neigt.

Häufige Krankheiten

Zu den größeren Problemzonen der französischen Bulldogge gehören die Ohren und auch die Augen. Hier kommen gerade Entzündungen häufig vor. Aber auch der Magen ist empfindlich und das Herz-Kreislauf-System kann angreifbar sein. Die Franz. Bulldogge hat eine eher kurze Nase, daher sollte sie bei warmen Temperaturen nicht unbedingt in der Sonne stehen. Das kann zu starken Atemproblemen führen. Allerdings vermeidet die kleine Dogge meist selbst die Sonne. Das sollte man dann natürlich als Halter auch akzeptieren.

Kosten Bully Welpen

Ein gesunder Welpe mit den wichtigsten Papieren von einem seriösen Züchter kostet zumeist über 1000 Euro. Dieser Preis sollte auch nicht als überteuert angesehen werden. Ganz im Gegenteil. Angebote von Züchter, welche weit unter diesem Preis liegen, sollte man meiden, da etwas mit den Welpen nicht stimmen kann oder auf Kosten von Hündin und auch Welpen gespart wurde. Gerade Vermehrer haben weniger die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Tiere im Sinne, hier geht es vor allem um den schnellen Euro.

Unterhalt

Neben den Anschaffungskosten sollte man auch Rücklagen für Krankheiten besitzen, um dem Tier von einem Tierarzt schnell behandeln lassen zu können. Außerdem entstehen Kosten für die tägliche Ernährung des Hundes. Diese können bei einer französischen Bulldogge je nach Größe, Gewicht und natürlich der Qualität der Nahrung zwischen 25 und 100 Euro pro Monat liegen. Dazu kommt all das, was ein Hund sonst noch so braucht, von Decke und Bett über Leckerchen und Leine bis zur berüchtigten teuren Hundesteuer in Deutschland. Außerdem sollte man unbedingt als Hundehalter auch eine Hundehaftpflichtversicherung haben.

Lustige Namen

Entweder es kommt einen nur so vor, oder es ist wirklich so, französische Bulldoggen haben manchmal lustige bis interessante Namen: Albert oder Schulz. Besonders gerne werden Bullys auch als Kampfschmuser oder Schmusebacke bezeichnet.

Bouledogue français

In Frankreich wird der kleine Hund Bouledogue français genannt. Bouledogue setzt sich zusammen aus den Wörtern Boule für Kugel und dogue für Dogge bzw. Mastiff.

Französische Bulldogge Steckbrief

FCI-Standard Nr. 101
Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion 11: Kleine doggenartige Hunde
Ohne Arbeitsprüfung
Ursprung: Frankreich
Alternative Namen: Bouledogue français
Spitznamen: Bully, Frenchies
Widerristhöhe: Im Verhältnis zum Gewicht
Gewicht: 7 bis 14 Kilogramm

Beliebtheit des Bully

Im Jahr 2014 war der Bully der viertbeliebteste registrierte Hund in Großbritannien. In den USA stand er auf Platz neun. In der Welpenstatistik des VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) wurde der Bully 2014 mit 299 Welpen aufgeführt. Im Jahr 2000 waren es nur 151 gewesen. Vom Labrador gab es 2014 allerdings 2626 Welpen in der Statistik. Angeführt wird die Welpenstatistik vom Deutschen Schäferhund.